Abfall vermeiden oder verwerten statt entsorgen!

Mit einer klugen Beschaffung (qualitativ gute, langlebige Produkte), einer Überprüfung von Prozessen (wo fallen grosse Abfallmengen an?) oder dem Reparieren und Nachrüsten von Einrichtungen lassen sich vielfach Abfälle vermeiden. Das bedeutet nicht nur Einsparungen an Entsorgungskosten, sondern auch weniger Beschaffungskosten und oftmals weitere betriebliche Vorteile z.B. durch bessere Arbeitsabläufe. Daneben können auch Institutionen wie die Bauteilbörse oder im Privatbereich die Brockenhäuser gebrauchstüchtige Gegenstände einer weiteren Nutzung zuführen und so unnötige Abfälle vermeiden. Weitere Informationen finden sie sich im Internet, z.B. unter:
www.baselland.ch/docs/bud/aue/bericht-abfall/main_abfall.htm (Abfallvermeidungsprojekte)
www.bauteilnetz.ch (Bauteilbörse)
www.wertstoff-boerse.ch (Wertstoffbörse)
www.fundgrueb.ch
An Betriebsfesten und öffentlichen Anlässen sollte statt Wegwerfgeschirr Mehrweggeschirr eingesetzt werden (z.B. von der Firma Cup Concept).

Abfälle, die sich nicht vermeiden lassen, sind wenn immer möglich am Entstehungsort getrennt zu erfassen und zu verwerten. Im vorliegenden Verzeichnis sind viele Firmen aufgeführt, welche den Betrieben bei einer optimalen Abfalltrennung Unterstützung bieten können (spezielle Sammeleinrichtungen, Abholservice, etc.). Eine gut organisierte Abfalltrennung und -verwertung spart nicht nur Kosten, sondern schont auch die Umwelt, da eine nachträgliche Sortierung der Abfälle meist schlechtere Qualitäten und zusätzliche Umweltbelastungen mit sich bringt.
Dies trifft insbesondere für den Bausektor zu, wo die Verwertungsrate mit einer besseren Trennung am Entstehungsort nach wie vor wesentlich gesteigert werden könnte. Grundlage dafür bietet das Mehrmuldenkonzept, wie es auch in der Nordwestschweiz bereits seit einigen Jahren von vorbildlichen Firmen praktiziert wird:

Mulde 1:
Einstoff-Mulden
Nur eine Sorte Material, verwertbar
Aushub, Ausbauasphalt, Betonabbruch, Metall, Holz, etc.
Mulde 2:
Mischabbruch
Mineralische Fraktion von Massivbauteilen
Beton, Backstein, Kalksandstein und Natursteine
Mulde 3:
Brennbares Material (KVA)
Nicht verwertbare,
brennbare Abfälle
Mulde 4:
Bausperrgut
Unsortierte Bauabfälle,
keine Sonderabfälle
Muss zuerst in die Sortieranlage

Was deckt das Entsorgungsverzeichnis ab?

Das Entsorgungsverzeichnis Nordwestschweiz beschränkt sich auf die wichtigsten und am häufigsten anfallenden Abfallarten und ordnet diese 31 Abfallkategorien zu. Bei den Sonderabfällen werden nur diejenigen aufgeführt, die vielerorts und meist in kleinen Mengen anfallen. Für Sonderabfälle aus Betrieben geben die kantonalen Fachstellen Auskunft (oder Informationen im Internet unter www.eco-swiss.ch) Die nachfolgend aufgeführten kantonalen Fachstellen geben gerne Auskunft bei Fragen zu weiteren Abfallkategorien oder zu anderen Problemen im Abfallbereich:
- Kanton Basel-Landschaft, Amt für Umweltschutz und Energie, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal, Tel. 061 925 55 05, www.baselland.ch/docs/bud/main.htm
- Kanton Basel-Stadt, Amt für Umwelt und Energie, Hochbergerstrasse 158, 4019 Basel, Tel. 061 639 22 22, , www.aue-bs.ch/de/index.html
- Kanton Solothurn, Amt für Umwelt, Werkhofstrasse 5, 4509 Solothurn, Tel. 032 627 24 47, www.afuso.ch
- Kanton Aargau, Abteilung für Umwelt, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, Tel. 062 835 33 60, www.ag.ch/umweltschutz

Rechtliche Grundlagen:
- TVA, Technische Verordnung über Abfälle, www.admin.ch/ch/d/sr/c814_600.html
- USG CH, Bundesgesetz über den Umweltschutz www.admin.ch/ch/d/sr/c814_01.html
- USG BL, Umweltschutzgesetz Basel-Landschaft, www.baselland.ch/docs/recht/main-sgs.htm
- USG BS, Umweltschutzgesetz Basel-Stadt, www.gesetzessammlung.bs.ch/sgmain/default.html